Fachgebiet Stadtsoziologie
Prof. Dr. Annette Spellerberg

Ziel des Forschungsvorhabens ist der direkte Vergleich von zwei grundlegenden Sanierungsstrategien. Zum einen energetische Sanierung nach Stand der Technik (Verlustreduktion) und zum anderen energetische Sanierung nach kybernetischen Prinzipien (Gewinnmaximierung). Forschungsgegenstand sind zwei Siedlungsgebäuderiegel aus den 1950er Jahren, die gleiche äußere sowie innere Bedingungen aufweisen. Das Forschungsprojekt ist als zweistufiges Projekt (Forschungsphase / Realisierungs- und Monitoringphase) angelegt. Neben der Verbesserung der Energiebilanz sollen die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Genossenschaftsmitglieder gesteigert werden.
Das Lehrgebiet Stadtsoziologie übernimmt im Rahmen des Forschungsprojektes die Bewertung des Nutzerverhaltens und der Nutzerakzeptanz. Dabei wird einerseits das Verhalten innerhalb der Wohnung untersucht, um Informationen über den Energieverbrauch und mögliche Ansatzpunkte für eine Reduktion des Energieverbrauchs bei veränderten baulichen und technischen Ausstattungen zu erhalten. Andererseits wird untersucht, in welchem Ausmaß die baulichen energetischen Maßnahmen akzeptiert werden und möglicherweise zu Verhaltensänderungen im persönlichen Bereich führen.
Die wissenschaftliche Projektleitung besitzt Jun.-Prof. Dr.-Ing. Angèle Tersluisen vom Forschungsgebiet Hauskybernetik der TU Kaiserslautern. Weitere Projektpartner sind das Fachgebiet Immobilienökonomie der TU Kaiserslautern, das Fachgebiet Massivbau / Arbeitsgruppe Energieeffiziente Gebäude der TU Kaiserslautern, das Institut Energieeffiziente Systeme der FH Kaiserslautern, die Gemeinnützige Baugenossenschaft Speyer sowie die Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH.
Das Forschungsprojekt wird vom Finanzministerium Rheinland-Pfalz über das Programm Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) Rheinland-Pfalz gefördert.

Informationen zur Abschlussveranstaltung.

Bearbeitung:

  • M.Sc. Eva Langenbahn